Welche Ikone der Geschichte kann die 1950er Jahre wohl besser repräsentieren als Marilyn Monroe? Die Geschichten ihres weltweiten Erfolges und ihres gleichzeitig so tragischen Schicksals berühren noch heute zahlreiche Menschen und inspirieren die Mode-, Film- und Musikwelt immer wieder aufs Neue. So widmete Elton John der Diva das Lied “Candle in the Wind” und Michelle Williams verkörpert sie aktuell im Film “My Week with Marilyn”.
Marilyns typisches Makeup ist teilweise noch von dem natürlichen Look der 40er Jahre geprägt, allerdings waren ihr Lidstrich und die roten Lippen prägend für eine neue, Sexappeal verströmende Weiblichkeit. Im Gegensatz zu den 40ern ging es nicht mehr lediglich darum, die natürliche Schönheit dezent zu betonen, sondern vielmehr darum, stolz die eigenen Reize vorzuweisen und den Männern mit Kurven, vollen roten Lippen und kokettem Augenaufschlag den Verstand zu rauben.
Im Original bedeutet dies: Das bewegliche Lid wird mit einem matten oder satinierten haut- oder cremefarbenen Lidschatten grundiert, die Lidfalte mit einem etwas dunklerem Ton definiert. Danach wird der obere Wimpernkranz mit schwarzem Flüssigliner nachgezogen und im äußeren Augenwinkel nach oben hin verlängert. Wer mag, kann den unteren Wimpernkranz mit dunkelbraunem Kajal noch verdichten, die Wasserlinie wird allerdings nicht nachgezogen. Danach werden die Wimpern noch mit einer Wimpernzange in Form gebracht und getuscht. Die Lippen werden mit Lipliner in klassichem Rot nachgezogen und ausgefüllt, danach wird ein passender Lippenstift aufgetragen. Auf den Fotografien, auf deren Vorlage der Look basiert, wird außerdem ersichtlich, dass die Wangenpartie durch gezieltes Konturieren modelliert wird. Falls Rouge aufgetragen wurde, wurde ein neutral-unauffälliges Rosé verwendet.
Für meine Interpretation des Looks habe ich jedoch minimal dunklere Brauntöne für das Augenmakeup verwendet und den Lidstrich ein wenig gemäßigter gezogen, da diese Version mir meiner Meinung nach besser steht. Auch das Finish des Lippenstiftes habe ich ein wenig glänzender gehalten.

Folgende Empfehlungen kann ich außerdem noch für ein umfassendes 50er-Feeling aussprechen.
Literatur: “ Jenseits von Eden” John Steinbeck
Film: “Manche mögen’s heiß” mit Marilyn Monroe, “…denn sie wissen nicht, was sie tun” mit James Dean
Musik: Elvis Presley, Frank Sinatra
Morgen führt uns unsere Zeitreise auf Culte du Beau dann in die 60er Jahre.
Autumn





